Februar 2020

Lieber Theaterbesucher!

Es rauschen die Wasser, die Wolken vergehn; doch bleiben die Sterne, sie wandeln und stehn (Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832). Der nächtliche Winterhimmel ist besonders prächtig – er zeigt in Mitteleuropa siebzehn der dreißig hellsten Sterne des gesamten Firmaments. Besonders gut sieht man sie in Gülpe. Das 160-Seelen-Dorf in Brandenburg gilt als der dunkelste Ort Deutschlands. Nirgendwo ist die Nacht schwärzer, leuchten die Sterne heller. Hier wird es nach Sonnenuntergang so finster wie in Namibia: die Milchstraße kann man mit bloßem Auge erkennen. Astronomen aus allen Teilen des Landes pilgern in das Westhavelland, um mit ihren Teleskopen ferne Galaxien, Kugelsternhaufen und sterbende Sonnen einzufangen. Zwar liegt Gülpe nur neunzig Kilometer von Berlin entfernt, doch die Brandenburger Prärie ist dünn besiedelt, und die wenigen Kommunen in der Umgebung sind so klamm, dass sie nachts die Straßenbeleuchtung abschalten, um Strom zu sparen.

Die Sterne erwecken ein bestimmtes Ehrfurchtsgefühl, weil sie, obwohl immer gegenwärtig, dennoch niemals erreichbar sind (Ralph Waldo Emerson, 1803-1882) – erreichbar bleibt im Februar aber auf jeden Fall das Wortkino! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Eilts

Empfehlung:

Zur fünften Jahreszeit zeigen wir im Wortkino an fünf Tagen vom 20. bis zum 25. Februar: Unterwegs mit Stefan Österle – Fasching Spezial. Kein Trübsinn im Spiel. Höre, sieh und staune. Ergebnis: gute Laune. Wenn Karneval im Lande weilt und Narrenkappen weit verteilt, und wenn ein jeder, Frau und Mann, mal wieder richtig Narr sein kann, dann heißt es: Feiere und sei frei! Denn allzu bald ist es vorbei.

Der aktuelle Spielplan steht für Sie unter www.wortkino.de für Sie bereit.

Wortkino/Dein Theater unterwegs:

Das Wortkino/Dein Theater zeigt weitere Gastspiele unter diesem Link.